Der Landesverband Schleswig-Holstein/Hamburg lädt zu einer Vorführung des Films „Die Ermitttlung“ und zu einem Gespräch mit Hauptdarsteller Rainer Bock unter der Überschrift „Schule ohne Rassismus“ ein. Die Veranstaltung findet am 30. Oktober 2026 im STUDIO Filmtheater am Dreiecksplatz in Kiel statt.
„Die Ermittlung“
Der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965) wird im schlichten, fensterlosen Gerichtssaal verhandelt: Unter der Leitung des Richters sowie im Zusammenwirken mit Staatsanwalt und Verteidigung schildern 39 Zeug*innen sachlich ihre Erinnerungen. Gegenüber von 18 Angeklagten machen ihre Aussagen nicht nur die Taten der Lagerverantwortlichen, sondern das gesamte menschenverachtende KZ-System anschaulich. Die Beschuldigten versuchen dagegen durch angebliche Unwissenheit, Ausflüchte und NS-Ideologie jegliche persönliche Schuld abzuwehren. In elf Abschnitten („Gesängen“) folgen die Schilderungen den konkreten Abläufen und der Topografie des Lagers – von der Selektion an der Rampe bis zu den Feueröfen.
„Schule ohne Rassismus“
Im Rahmen unserer jährlichen Tagung soll die Verfilmung „Die Ermittlung“ (RP Kahl, 2024) nach dem berühmten Theaterstück von Peter Weiss noch einmal für Lehrkräfte (D/Ge/Wipo) und Oberstufenschüler*innen zugänglich gemacht werden, um in einem abschließenden Gespräch mit dem Hauptdarsteller Rainer Bock (Kunstpreis des Landes SH am 3. November 2026) das Filmthema kritisch zu vertiefen. Das Thema ermöglicht historische Aufklärung, politische Bildung und Medienkompetenz sowie die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Rassismus.
Das vollständige Programm kann dem Veranstaltungsflyer und -plakat entnommen werden.
Die vorherige Anmeldung ist über den LV Schleswig-Holstein/Hamburg oder über das Kino möglich.
