Termin: Dienstag, 3. November 2026, 15:00–18:00 Uhr
Ort: Goethe-Gymnasium Wilmersdorf, Aula, Gasteiner Straße 23, 10717 Berlin
Referent: Prof. Dr. Carsten Gansel (Literaturwissenschaftler, Universität Gießen)
Zielgruppe: Lehrkräfte des Fachs Deutsch, Sekundarstufe II
Das literarische Erbe der DDR: ausradiert – wie der dazugehörige Staat? Der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel stellt dem wiedervereinigten Deutschland kein gutes Zeugnis aus, was Wahrnehmung und Würdigung der Literatur aus vierzig Jahren DDR betrifft. Zugleich ist Jenny Erpenbecks „Heimsuchung“ (2008) noch bis 2028 Pflichtlektüre der Sekundarstufe II in Berlin-Brandenburg. Ein Widerspruch? Aus unserer Sicht auf jeden Fall eine exzellente Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch über die Wende, die Jahre danach wie auch die Anfänge und die Entwicklung der Literatur in der DDR zu kommen. Der Fachverband Deutsch und das Goethe-Gymnasium Wilmersdorf laden ein, einen Nachmittag lang auf der Grundlage von Carsten Gansels Sachbuch „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“ (Reclam 2026) Fragen zur Geschichte der DDR-Literatur und ihrer Rezeption nachzugehen. In einer Verbindung aus Gespräch, Vortrag und Präsentation wollen wir uns dabei fachwissenschaftlichen Aspekten ebenso widmen wie didaktischen und unterrichtspraktischen.
Da die Veranstaltung inhaltlich unmittelbar an das 4. Kurshalbjahr des Berliner Rahmenlehrplans („Literatur im 20./21. Jahrhundert“) sowie an die verbindliche Abiturlektüre anschließt, halten wir sie für den Berliner Deutschunterricht für besonders anschlussfähig.
Anmeldung: in Kürze über das offizielle Fortbildungsverzeichnis unter fortbildungen.berlin/login, ab sofort auch direkt über den Landesverband Berlin/Brandenburg unter berlin-brandenburg@fachverband-deutsch.de