Der rheinland-pfälzische Lan­des­ver­band des Fach­ver­bands Deutsch prä­mier­te am 17. Juli 2015 im Kur­fürst­li­chen Palais in Trier die Sie­ger­grup­pen des Li­te­ra­tur­wett­be­werbs Rheinland-Pfalz 2015. Mit großem En­ga­ge­ment und Fleiß war von ganzen Klassen oder kleinen Wett­be­werbs­grup­pen in­ten­siv ge­ar­bei­tet und somit eine Iden­ti­fi­ka­ti­on mit der eigenen Region er­reicht worden. Die sieben besten Wett­be­werbs­bei­trä­ge wurden mit Preisen im Ge­samt­wert von 2500 Euro aus­ge­zeich­net. Der erste Platz ging an den „Grund­kurs 11“ des Gym­na­si­ums Nieder-Olm.

„Im Mit­tel­punkt standen auch in der zweiten Runde des Wett­be­werbs die Ent­de­ckung von Sprache und Li­te­ra­tur in unserer Heimat“, betonte Lan­des­vor­sit­zen­der Dr. Markus Müller. Zudem sei die Stär­kung des Stel­len­wer­tes des Faches Deutsch ein wei­te­res Ziel des Lan­des­wett­be­werbs. Teams und Schul­klas­sen ab der fünften Klasse in Re­al­schu­len plus, Gym­na­si­en und Ge­samt­schu­len waren zur Teil­nah­me auf­ge­ru­fen worden. Do­ku­men­ta­tio­nen, Filme oder Fach­ar­bei­ten in den un­ter­schied­lichs­ten Fa­cet­ten und geprägt von großer Krea­ti­vi­tät er­reich­ten die Ju­ry­mit­glie­der des Li­te­ra­tur­wett­be­werbs Rheinland-Pfalz.

Die Vor­stands­mit­glie­der des Ver­an­stal­ters Dr. Markus Müller, Chris­ti­an Buchner, Pascal Bad­zio­ng, Mat­thi­as Schnei­der und Tanja Geißler sowie die Chef­re­dak­teu­re Isabell Funk („Trie­ri­scher Volks­freund“), Chris­ti­an Lindner („Rhein-Zeitung“) und Michael Garthe („Die Rhein­pfalz“) bil­de­ten zu­sam­men mit Ver­tre­tern der Spon­so­ren und des Phi­lo­lo­gen­ver­ban­des Rheinland-Pfalz die Fach­ju­ry. Zu den Un­ter­stüt­zern der ersten Stunde zählte zudem das Mi­nis­te­ri­um für Bildung, Wis­sen­schaft, Wei­ter­bil­dung und Kultur. Staats­mi­nis­te­rin Vera Reiß hatte als Schirm­her­rin für den Wett­be­werb ge­wor­ben und zur Teil­nah­me auf­ge­ru­fen. Zum ersten Mal wurden in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Lët­ze­bur­ger Ger­ma­nis­te Verband e.V. zwei grenz­über­schrei­ten­de deutsch-luxemburgische Pro­jek­te aus­ge­zeich­net. Dieser Teil des Wett­be­werbs stand zu­sätz­lich unter der Schirm­herr­schaft des Bil­dungs­mi­nis­ters des Groß­her­zog­tums Lu­xem­burg, Claude Meisch.

Die Preis­trä­ger:

Der erste Platz des Li­te­ra­tur­wett­be­werbs Rheinland-Pfalz ging an den Grund­kurs 11 des Gym­na­si­ums Nieder-Olm. Die Schü­le­rin­nen und Schüler er­ar­bei­te­ten einen „Rheinhessen-Kalender“ in Per­fek­ti­on. Die Jury zeigte sich von der Pro­fes­sio­na­li­tät des DIN-A3-formatigen Ka­len­ders be­son­ders be­ein­druckt. Auf je einer Monats-Doppelseite stell­ten die Schüler aus Nieder-Olm einen Autor der Region Rhein­hes­sen mit jeweils einem Sinn­spruch und einem Kurz­por­trät vor. Im Kur­fürst­li­chen Palais Trier über­reich­te der Staats­se­kre­tär im Mi­nis­te­ri­um für Bildung, Wis­sen­schaft, Wei­ter­bil­dung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Hans Beck­mann, die Sie­ger­ur­kun­den und den Preis in Höhe von 500 Euro.

Mit den „Ger­mers­hei­mer Ge­schich­ten“ belegte die Jahr­gangs­stu­fe 11 des Johann-Wolfgang-Goethe-Gymnasiums den zweiten Platz und erhielt ein Preis­geld in Höhe von 350 Euro. Fiktive Bio­gra­fien zu Ger­mers­hei­mer Per­sön­lich­kei­ten wurden zu teils be­rüh­ren­den Do­ku­men­ten der Ge­schich­te in einem fä­cher­über­grei­fen­den Projekt. Die Schü­le­rin­nen und Schüler be­wie­sen bei der selbst­stän­di­gen Text­pro­duk­ti­on großen Ideen­reich­tum sowie fun­dier­te li­te­ra­ri­sche Kenntnisse.

Die Be­deu­tung, Häu­fig­keit und Ver­brei­tung Wes­ter­wäl­der Fa­mi­li­en­na­men un­ter­such­te der Leis­tungs­kurs 12 des Mons-Tabor-Gymnasiums Mon­ta­baur; seine Er­geb­nis­se waren der Jury der mit 250 Euro do­tier­te dritte Platz wert. Mit Hilfe von ety­mo­lo­gi­schen Ana­ly­sen und mit Un­ter­stüt­zung des be­kann­ten Na­mens­for­schers Prof. Dr. Jürgen Udolph be­stimm­ten die Schüler ex­klu­si­ve ty­pi­sche Namen im Westerwald.

Die Son­der­preis­trä­ger:

Auch das rheinland-pfälzische Mi­nis­te­ri­um für Bildung, Wis­sen­schaft, Wei­ter­bil­dung und Kultur, der Phi­lo­lo­gen­ver­band Rheinland-Pfalz und die Lan­des­zen­tra­le für po­li­ti­sche Bildung Rheinland-Pfalz stif­te­ten jeweils einen Son­der­preis in Höhe von 250 Euro. Zur Ver­lei­hung der mit jeweils 300 Euro do­tier­ten deutsch-luxemburgischen Kul­tur­prei­se war neben dem Prä­si­den­ten des Lët­ze­bur­ger Ger­ma­nis­te Verband, Alain Herman, auch eine Ver­tre­te­rin des an­gren­zen­den lu­xem­bur­gi­schen Bil­dungs­mi­nis­te­ri­ums zugegen.

Son­der­preis des Mi­nis­te­ri­ums: Hei­mat­füh­rung eines Schus­ter­jun­gen durch das his­to­ri­sche Mon­ta­baur. Leis­tungs­kurs 11 des Mons-Tabor-Gymnasiums Montabaur

Son­der­preis des Phi­lo­lo­gen­ver­ban­des: Fil­mi­sche Um­set­zung der Ko­blen­zer Sagen „Die Mo­sel­brü­cke“ und „Der Au­gen­rol­le“ mit dia­lek­ta­len Be­son­der­hei­ten. AG der Le­ses­couts des Görres-Gymnasiums Koblenz

Son­der­preis der Lan­des­zen­tra­le für po­li­ti­sche Bildung: Schul­na­men und ihre Ent­ste­hung. Projekt der Klasse 10b des Eleonoren-Gymnasiums Worms

Deutsch-luxemburgischer Kul­tur­preis (1): Auf­wen­di­ge Ver­fil­mung und Be­ar­bei­tung eines Dreh­buchs der Nibelungen-Sage. Klasse 4M6 des Lycée de garçons Luxembourg

Deutsch-luxemburgischer Kul­tur­preis (2): Neu­er­burg in der Nach­kriegs­zeit – Die Zeit der Be­sat­zung durch Fran­zo­sen und Lu­xem­bur­ger. Wan­der­aus­stel­lung und schrift­li­che Aus­ar­bei­tung der Geschichts- und Deutsch-AG der Ecole privée Notre Dame Saint-Sophie (Gym­na­si­um und Re­al­schu­le) Luxembourg.