Heinz Drügh, Susanne Komfort-Hein und Al­brecht Ko­schor­ke ant­wor­ten im Feuil­le­ton der heu­ti­gen Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zeitung (S. 11) unter der Über­schrift „Krise der Ger­ma­nis­tik? Wir Tod­ge­weih­ten grüßen euch!“ auf Martin Doerrys Artikel im ak­tu­el­len SPIEGEL (Heft 6 vom 04.02.2017, S. 104 ff.).

„Seit der Stu­den­ten­re­vol­te in den Sech­zi­ger­jah­ren und der Geburt der kri­ti­schen Ger­ma­nis­tik hat sich das Fach in einem Maße aus­dif­fe­ren­ziert, dass selbst die Akteure des Systems kaum noch den Über­blick be­hal­ten können.“
Martin Doerry, a.a.O., S. 106.

„Wenn Pop oder Camp seit den sech­zi­ger Jahren maß­geb­li­chen Anteil an der Bildung in­no­va­ti­ver li­te­ra­ri­scher Formen haben, dann er­scheint es nicht so seltsam, dass auf Ger­ma­nis­ten­ta­gen (ja, sie könnten mit­un­ter auf­re­gen­der sein und das Po­ten­ti­al des Faches of­fen­si­ver ab­bil­den) neben Fontane und Thomas Mann auch ‚Film, Comic und Com­pu­ter­spiel‘ zur Debatte stehen, um nicht zu sagen: auch die Of­fen­heit und Pro­zess­haf­tig­keit ge­gen­wär­ti­ger Li­te­ra­tur.“
Heinz Drügh, Susanne Komfort-Hein und Al­brecht Ko­schor­ke, a.a.O., S. 11.